| Autor: |
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Kerim Pamuk |
| Titel: |
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Sprich langsam, Türke |
| Seiten: |
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115 |
| Verlag: |
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Nautilus |
| ISBN: |
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3-89401-410-5 |
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Spannung |
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Humor |
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Action |
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Tiefe |
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Leselevel |
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xx
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xxxx |
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Lesebeginner |
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Ziemlich kokett schaut Kerim Pamuk vom Cover, Unsicherheit vortäuschend, ob sich überhaupt jemand für sein kleines, freches Buch interessiert. Und ob. Pamuk, behaupte ich, das ist die sichere Lektüre für den Ferienflieger in die Türkei.
Warum? Das erfahren wir gleich auf der ersten Seite: Die schlimmsten Schläge, die „die Knitterstirn” bislang einstecken musste, gingen in Form von Niederschlägen in Hamburg-Winterhude nieder, Ghettos seien ihm gänzlich unbekannt, und wegen seines orientalischen Aussehens sei er auch nie gehänselt worden. Na bitte, alles easy.
Mit weißer Maus und Rosenkranz schreibt Pamuk lustvoll gegen gewachsene Missverständnisse und Vorurteile an - für Deutsche und Türken gleichermaßen. Dabei nimmt er sich und seine Landsleute kräftig auf die Schippe: „In der Weltgeschichte tauchte zuerst der Knoblauch auf, dann der Türke. Zur vollständigen Symbiose gelangten Knoblauch und Türke ein paar Jahrhunderte später in Anatolien.”
So ziemlich alles und jeder kriegt sein Fett weg. „Der Kültürverein Istanbul”, die „mustergültige Mullahfamilie”, „die verfurzte Teestube”, „Anlanya - die Unverbrauchte”, „der Kinder zeugende Türkmann” oder „der Durchschnittsosman im Ruhrpott”. Und immer lernen wir was fürs Leben. Etwa so: „Schließlich noch eine kleine Anleitung, wie man sich sehr schnell 50 Millionen Türken zum Feind macht: Einfach das Merchandising erweitern: eine Reihe mit Atatürk-Dessous starten. Und schon darf man sich einen neuen Namen suchen.”
Seitenlang waren mitunter die „besonders witzigen” Passagen, die mir Jungen vorlasen. Minutenlang wollten sie sich kaputtlachen. Das war doch mal eine Verlagsempfehlung, die gehalten hat, was sie versprach.
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