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INHALT  
Marktforschung

In Vorbereitung des Buches Warum Jungen nicht mehr lesen und wie wir das ändern können wurden mit Unterstützung der beiden Institute ijf, München und SKOPOS, Köln von Oktober 2003 - Mai 2004 mehr als 2000 deutsche Schülerinnen und Schüler nach Ihren Lesegewohnheiten befragt.
Ziel war es, Motivationspotential im Hinblick auf das Lesen von längeren Texten und Büchern insbesondere bei Jungen auszuloten. Neben lesehemmenden und lesefördernden Faktoren galt unsere Aufmerksamkeit vor allem Titeln, die die befragten Schülerinnen und Schüler als lesens- und empfehlenswert einstuften. Die Befragungen wurden wie folgt durchgeführt:



Das ijf schickte im November 2003 333 Interviewer zu 1.012 Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 22 Jahren und befragte diese anhand einer repräsentativ angelegten, mehrstufigen Quotenstichprobe und eines Mehrthemenfragebogens in persönlichen In-home-Interviews. Genutzt wurde ein so genannter Jugendbus.

Von Oktober 2003 bis Mai 2004 erfassten Mitarbeiter von SKOPOS auf der Grundlage eines eigens für Warum Jungen nicht mehr lesen und wie wir das ändern können... entwickelten, monothematischen Fragebogens Lesevorlieben und -einflussfaktoren sowie Titelempfehlungen von Schülern im Alter zwischen 11 und 18 Jahren. Dies geschah zum Teil privat, zum Teil unterstützt durch Lehrer in der Schule außerhalb des Unterrichts.
Die Mädchen und Jungen lernten in Mecklenburg; Berlin, Ost und West; Frankfurt/Main, Köln und an zwei deutschen Auslands-Schulen. Deren Schüler rekrutieren sich auf Grund des zeitweiligen Auslandseinsatzes ihrer Eltern aus ganz Deutschland, also Leipzig und Bonn, Berlin und Mainz, Kiel und Stuttgart, München, und Baden-Baden, ländlichen und städtischen Gegenden.

Befragt wurden zu gleichen Teilen Jungen und Mädchen mit überwiegend Real- bzw. gymnasialer Schulerfahrung. Befragungen an einer Hauptschule fanden nicht statt. Den Ort der Umfrage sowie den Schultyp in direktem Zusammenhang zu nennen, wurde uns durch die Behörden nach Erteilung der Genehmigungen für die Umfragen untersagt.


Da wir an anderen Titeln als an den ohnehin bekannten Bestsellern Harry Potter beziehungsweise Der Herr der Ringe interessiert waren, baten wir die Befragten, bis zu fünf verschiedene Empfehlungen für ihre besten Freunde auszusprechen. Ebenso wollten wir das Alter wissen, in dem sie den jeweiligen Spitzen-Titel gelesen hatten. Die sich daraus ergebende Hitliste nutzten wir mit folgenden Einschränkungen:

Es wurden Bücher genannt, die es nicht gibt. Diese wurden herausgefiltert. Bücher, die möglicherweise von Jungen nur deshalb empfohlen wurden, weil sie sie als Schullektüre erinnerten, wurden insgesamt nur einmal in der Rezensionsliste berücksichtigt. Der Grund: Es war nicht auszuschließen, dass Schul-Literatur aus Gründen »sozialer Erwünschtheit« als lesenswert angegeben wurde. Mit höherer Priorität wurden deshalb Titel behandelt, die ohne jeden Zweifel als beliebt angesehen werden konnten.
Nannten die Befragten verschiedene Titel einer Buchreihe (Midkemia-Saga), so wurden die einzelnen Titel dem Reihentitel quantitativ zugeschlagen. Besprochen wurde aber im Zweifel immer nur ein Buch der Reihe, zumeist das erste.
Neben der Häufigkeit der Nennung eines Titels war für die Aufnahme eines Buches in die Rezensionsliste ausschlaggebend, wie glaubwürdig die Begründung ausfiel.



Nachfragen an:
Institut für Jugendforschung
Arabellastraße 33
81 925 München
  SKOPOS
Hans - Böckler-Straße 163
50 354 Köln-Hürth



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